Im Operations Center in Kloten, dem Nervenzentrum der Airline, wo dutzende Arbeitsplätze und zahlreiche Bildschirme dominieren, überwacht Oliver Buchhofer das globale Fluggeschehen. Mit Blick auf die Piste 28 koordiniert er täglich durchschnittlich 420 Starts und Landungen allein für die Swiss. “Hier laufen alle Fäden zusammen”, beschreibt Buchhofer seine Rolle, in der es darum geht, Flüge umzuleiten oder auszutauschen.
Durch den Iran-Krieg im Süden, den Konflikt in der Ukraine im Norden und den unkontrollierten Luftraum Afghanistans haben sich die Korridore stark verengt. Buchhofer betont: “Die Ostkorridore sind extrem schmal, was eine gründliche Planung erfordert.” Bodencrew und Piloten arbeiten dabei an detaillierten Notfallplänen.
Ständig überwacht das Operations Center den Luftraum, um Flugrouten neu zu koordinieren und die Sicherheit aller Passagiere zu gewährleisten. Dabei ist es entscheidend, Genehmigungen für bestimmte Luftkorridore einzuholen. “Wir haben allein im Jahr 2024 wegen der Krisen im Nahen Osten mehr als einen Krisenstab pro Woche eingerichtet”, berichtet Buchhofer.
Die Sicherheit der Passagiere und Crews liegt in den Händen von Spezialisten, die weltweit Informationen aus öffentlichen Quellen wie Nachrichtenagenturen sowie Behörden sammeln. Ein Beispiel: Die Stornierung der Flüge nach Tel Aviv erfolgte auf Basis von Hinweisen des israelischen Geheimdienstes.
Die Crew wird bei Veränderungen in Echtzeit über das bordeigene Kommunikationssystem oder Satellitentelefon informiert. Der Iran-Krieg hat den Flugbetrieb teurer und komplizierter gemacht, wobei sich die Frage stellt, wann der Luftverkehr wieder Normalität erreicht.