Laut der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) stellten jüngste Bodenuntersuchungen fest, dass die Verteilung und Tiefe der Munitionsrückstände im Gebiet um Mitholz größer sind als ursprünglich angenommen. Die Pläne sehen vor, die Rückstände so weit zu entfernen, dass sich das Land ohne Risiken für eine Gras- und Weidewirtschaft nutzen lässt, wie es in der Region üblich ist. Nicht alle Munitionsrückstände im Wald sollen beseitigt werden; dieses Vorgehen sei grundsätzlich nachvollziehbar.
Eine vollständige Entfernung wird nur an Orten geplant, wo dauerhafte Bauwerke errichtet werden sollen. Mit moderner Technik lässt sich die Munition bis zu einer Tiefe von rund 30 Zentimetern zuverlässig finden und beseitigen. Tiefere Rückstände bleiben im Boden zurück, da eine Entfernung bedeutete, mehrere Meter Humus abzutragen und zu waschen.
Die EFK beschreibt die Räumungsziele als Kompromiss zwischen Kosten und Sicherheit sowie dem Erhalt der Wiesen und Weiden. Die rechtlichen Grundlagen für mögliche Einschränkungen und die Übernahme von Kosten für entsprechende Auflagen sollen später geprüft werden.
Im Dezember 1947 kam es nach Explosionen im ehemaligen Munitionslager bei Mitholz zu tragischen Ereignissen, bei denen neun Menschen starben. Hunderte Tonnen Sprengstoff blieben in den Ruinen zurück und stellen ein höheres Explosionsrisiko dar als zuvor angenommen.