Die Parteiführung der Waadtländischen Mitte steht trotz anhaltender Kritik hinter Staatsrätin Valérie Dittli. Dies geht aus einem Treffen hervor, bei dem die Entscheidung einstimmig fiel und den Präsidenten überraschte, wie von der «NZZ» berichtet wird. Die seit über einem Jahr umstrittene Politikerin steht unter Druck wegen mehrerer Skandale.
In einer Mitteilung an die Öffentlichkeit räumt die Parteiführung ein, dass sie sich der Schwere der Vorwürfe gegen Dittli bewusst ist. Sie betont jedoch, dass es Aufgabe der zuständigen Behörden sei, über eventuelle Konsequenzen zu entscheiden. Zudem habe Dittli persönlich keinen Nutzen aus ihren Handlungen gezogen. Die rund 20-köpfige Parteiführung spricht ihr daher das Vertrauen aus.
Im Gegensatz dazu äußerten die Kollegen im Waadtländer Regierungsrat, ohne Dittli an einer Medienkonferenz teilzunehmen, dass sie gelogen und eine Vereinbarung verschwiegen habe, wie «zentralplus» berichtete. Sie sehen das Vertrauen als beschädigt an und halten seine Wiederherstellung für schwierig.
Die Entscheidung über Dittlis Zukunft wird auf der Generalversammlung am 19. Mai diskutiert werden. Ob die Parteibasis ihr ebenso vertraut wie die Führung, bleibt ungewiss. Die Führung plant, bis zum Sommer abzuwarten, um zu entscheiden, ob sie sich erneut zur Wahl stellen soll.
Verwendete Quellen:
– Artikel der «NZZ»