In der Nacht auf Donnerstag versank ein Teil der Beton-Mole im Hafen von Tiefenbrunnen im Zürichsee. Zahlreiche Boote wurden losgerissen und traten ins Wasser aus, was zum Austritt von Treibstoff und Öl führte.
Die Meldung über das Versinken der Mole erhielt die Stadtpolizei um 2 Uhr morgens. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei stellten fest, dass ein großer Teil des Bootsanlegestegs untergegangen war. Sie trafen auf im Wasser treibende Boote, die sie mit Hilfe von Seerettungsdiensten und der Kantonspolizei einsammelten und in Sicherheit brachten.
Der Hafen wurde seeseitig abgesperrt und rundherum eine Ölsperre errichtet. Die Berufsfeuerwehr, die Stadtpolizei sowie Seerettungsdienste sind im Einsatz, um den Treibstoff- und Ölaustritt zu beseitigen; weitere Ölwehren wurden hinzugezogen.
Am Morgen wurden rund ein Dutzend Boote an andere Plätze verlegt oder ausgewassert. Die genaue Anzahl der noch unter Wasser befindlichen Boote ist unbekannt und wird ermittelt.
Der Grund für das Unglück steht noch nicht fest, aber die Polizei und das Forensische Institut Zürich führen Untersuchungen durch. Ein Unwetter hatte in der Nacht auf Donnerstag über den See gezogen.
Es gab keine Verletzten zu beklagen, jedoch ist der Sachschaden noch unbestimmt. Betroffene Bootsplatzmieter können sich unter der Notfallnummer 044 411 84 39 informieren.