Die NASA hat Pläne enthüllt, um in den nächsten zehn Jahren auf dem Mond Drohnen, Rover, Kernreaktoren, Bagger und Unterkünfte zu etablieren. Die Vision ist es, dass Astronauten dort dauerhaft arbeiten können. Im Rahmen dieser Initiative wird die Gateway-Raumstation, die ursprünglich den Mond umkreisen sollte, jedoch abgesagt.
Bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Trump möchte die NASA eine permanente Anwesenheit auf dem Mond errichten und ihre Führungsrolle im Weltraum sichern. Laut Jared Isaacman, dem Leiter der NASA, wird dieser neue Plan in drei Phasen umgesetzt.
Isaacman kritisierte frühere Verluste von Milliarden an Dollar und verpasste Chancen für bedeutende Missionen. Er plant nun eine Neuausrichtung, die bereits seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Monat begonnen hat. Die Artemis-Mission, die Astronauten wieder auf den Mond bringen soll, wurde kürzlich ebenfalls angepasst.
Die Schwerpunkte der NASA sind neu ausgerichtet, wobei das Gateway-Projekt zugunsten der Mondbasis zurückgestellt wird. Dies stellt eine Herausforderung für die Europäische Raumfahrtbehörde ESA dar, da diese vier Module der geplanten Station entwickeln sollte.
Als Ersatzprojekt könnte die Raumstation mit einem Nuklearantrieb ausgerüstet und 2028 unbemannt zum Mars geschickt werden. Die Verwendung europäischer Komponenten für dieses Vorhaben bleibt jedoch ungewiss.
In der kommenden Woche soll ein bedeutender Schritt zur Mondbesiedlung mit dem Start der Artemis-II-Mission erfolgen, bei der Menschen seit fast sechzig Jahren erstmals wieder den Mond umrunden. Diese neuen Pläne könnten das öffentliche Interesse am Mondprogramm neu entfachen.