Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die Anordnung, den Ausreisesperren von Jacques und seiner Ehefrau Jessica Moretti alle drei Monate neu zu bewerten, beibehalten wird. Die Meldung wurde zuvor durch die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos verbreitet.
Ein Schreiben der Walliser Staatsanwaltschaft vom 17. April bat das Zwangsmassnahmengericht um eine Verlängerung der Ersatzmassnahmen gegen Jacques Moretti, welche denen seiner Frau entsprechen, für weitere drei Monate. Eine Entscheidung des Gerichts steht kurz bevor.
Im Januar wurden die Ausweis- und Aufenthaltsdokumente von Jessica Moretti bereits wegen des Feuers in der Bar «Le Constellation» entzogen. Zusätzlich mussten das Ehepaar eine Kaution von rund 200’000 Franken hinterlegen.
Eine solche Ersatzmassnahme kann juristisch verhängt werden, um Risiken wie etwa Fluchtgefahr, Verdunkelung oder Rückfall zu minimieren, wobei die Verhältnismässigkeit beachtet werden muss.
Bei dem Brand in Crans-Montana kamen 41 Menschen ums Leben und 115 weitere wurden verletzt.