Am Samstagmorgen ist die Musikerin Veronica Fusaro in einem Sonderzug nach Wien gestartet, um die Schweiz beim 70. Eurovision Song Contest mit dem Lied «Alice» zu vertreten. Die Delegation traf sich am Zürcher Hauptbahnhof und machte sich auf den Weg Richtung Wiener Stadthalle, wo der Wettbewerb vom 12. bis 16. Mai stattfindet.
Vor ihrer Abreise zeigte Fusaro keine erkennbaren Anzeichen von Nervosität. “Dafür bin ich noch zu müde”, sagte die Bernerin lachend zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ihre momentane Aufmerksamkeit gilt dem Genuss der Gegenwart.
Fusaro wird am 14. Mai im zweiten Halbfinale mit ihrer Rockballade «Alice» um einen Finalplatz kämpfen. Sie sieht das als “toughes Halbfinal” an, insbesondere wegen des rumänischen Songs «Choke Me», der ebenfalls eine rockige Ausstrahlung hat. Trotzdem ist sie zuversichtlich: “Mein Song hebt sich entweder positiv oder negativ ab. Das werden wir in einerinhalb Wochen sehen.”
Laut Buchmachern könnte ein Finaleinzug für die Schweiz schwierig werden, da die besten zehn Länder weiterkommen und die Schweiz voraussichtlich nicht dabei sein wird. Fusaro lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken: “Ich gehe recht entspannt hin. Es gibt noch keine Aufnahmen unseres Auftritts, und ich vertraue stark auf den Song und die Performance. Die Zuschauenden werden letztendlich entscheiden.”
Zum Inhalt ihrer Darbietung sagte sie nur: “Wir haben eine tolle Art gefunden, die Botschaft des Songs zu unterstreichen.” Das Lied thematisiert eine obsessiv einseitige Liebe, welche für Frauen, symbolisiert durch Alice, gefährlich werden kann.
Nachdem Österreich im vergangenen Jahr mit Countertenor JJ gewann, wird der Wettbewerb dieses Mal in Wien ausgetragen. Fusaro und ihre Begleiter haben eine Reihe von Terminen vor sich, darunter Interviews und Proben.