Paris Saint-Germain wird von einigen Experten als das stärkste Team in der Geschichte des Fußballs angesehen. Im Mittelpunkt dieses Teams steht Vitinha, dessen leicht verletzter Zustand vor dem Halbfinal gegen den FC Bayern für Aufmerksamkeit sorgt.
Im Januar musste PSG nach einem Heim-Unentschieden gegen Newcastle United über die Play-offs in das Champions-League-Achtelfinale einziehen. Luis Enrique, der Trainer, erklärte damals: «Ich sehe keinen größeren Favoriten als uns.» Dieser selbstbewusste Ansatz ist typisch für den 55-jährigen Coach.
Kürzlich wiederholte er: «Es gibt keine bessere Mannschaft als uns.» Inzwischen hat das Team seine Exzellenz unter Beweis gestellt, indem es sowohl Chelsea als auch Liverpool mit einem Torverhältnis von 12:2 aus dem Wettbewerb warf. Vahid Halilhodzic, ein erfahrener Trainer, lobte PSG nach einer Niederlage seines FC Nantes-Teams und beschrieb sie als «individuell und kollektiv auf einem nie dagewesenen Niveau».
Die Parallelen zur letzten Saison sind offensichtlich, als PSG ebenfalls über die Play-offs ins Finale gelangte. Damals besiegten sie Inter Mailand mit 5:0 – der höchste Finalsieg in 70 Jahren Europacup-Geschichte. In diesem Jahr zeigt sich die Mannschaft erneut auf einem ähnlichen Level, wie Ruud Gullit betonte und besonders Vitinha hervorhob. Dieser wurde von den Wolverhampton Wanderers zu Porto zurückgeschickt, wo er schnell zum «Aufsteiger des Jahres» avancierte.
Mit dem Transfer für 41,5 Millionen Euro verstärkte Paris seine Mannschaft entscheidend. Seitdem hat Vitinha alle Champions-League-Spiele absolviert und gilt als bester Mittelfeldspieler der Welt. Seine Technik und Spielintelligenz sind beeindruckend; er ist das Zentrum des dynamischen Angriffsspiels von PSG.
Vitinha, dessen Spielweise sich durch ständige Bewegung auszeichnet, hat die Fähigkeit, Spiele zu managen. Im Achtelfinale gegen Real Sociedad bewies er seine Taktikfinesse, als ihn Luis Enrique in der Pause ins Zentrum brachte und PSG anschließend dominierte.
Unter Enrique ist Vitinha Teil einer Mannschaftstransformation von individuellen Stars wie Neymar oder Kylian Mbappé hin zu einem kollektiven Höchstleistungsteam. Seine Torgefährlichkeit zeigte sich in sechs Treffern in der laufenden Champions-League-Saison.
Vitinha, der kleine Vítor mit 1,72 Metern Größe und dem Vorbild Andrés Iniesta, hat gelernt, schneller zu denken als seine kräftigeren Gegenspieler. Ein Wechsel ist für ihn momentan kein Thema, besonders nicht angesichts des hohen Niveaus von PSG.
Obwohl er zuletzt wegen einer Fersenverletzung fehlte und durch Lucas Beraldo ersetzt wurde, kehrt Vitinha nun zurück. Luis Enrique freut sich darauf, ihn wieder auf dem Feld zu haben, um die Chancen gegen den FC Bayern am Dienstagabend zu erhöhen.