Die Stadt Zug sieht sich zunehmend mit Drogenkonsum und Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum konfrontiert. Der Ombudsbericht erwähnt das Aufkommen von Crack, während handfeste Zahlen fehlen. Gassenarbeiter berichten jedoch von einer klaren Verschlechterung der Situation.
Drei Kantonsräte der SVP haben in einer Interpellation Bedenken bezüglich des Anstiegs sichtbarer Bettler und längerfristigem Lagern im öffentlichen Raum geäußert. Schon zuvor hatte die Fraktion Alternative-die Grünen ihre Besorgnis über das Fehlen von Notschlafstellen in Zug zum Ausdruck gebracht und auf die hohen Wohnkosten als mögliche Ursache für eine Verschlechterung der Situation hingewiesen.
Die weltweite Zunahme bei Kokainproduktion, Beschlagnahmungen und Konsum ist laut dem UNO-Drogenbericht 2025 bemerkenswert. Insbesondere das rauchbare Crack stellt in mehreren Schweizer Städten wie Zürich und Genf eine Herausforderung dar. Auch kleinere Orte sind von offenen Drogenszenen betroffen.
In Zug beobachtet Walter Frei, ein Gassenarbeiter bei Punkto, seit geraumer Zeit einen Anstieg des Kokainkonsums. Fehlende geeignete Konsummöglichkeiten treiben Betroffene in öffentliche und ungeeignete Räume, was zu einer erhöhten Alltagsinstabilität führt.
Während die Vier-Säulen-Politik bei Opioidabhängigkeit wirksam ist, sieht Frei Lücken im Umgang mit Kokainabhängigkeit. Er schlägt eine Kontakt- und Anlaufstelle sowie Notschlafmöglichkeiten vor, um die Situation zu stabilisieren.
Die Zuger Polizei verweist darauf, dass ihre Statistiken keine spezifischen Daten zum Crackkonsum liefern, obwohl Strafen für Drogenbesitz und -konsum in den letzten Jahren gesunken sind. Ein Urteil des Bundesgerichts könnte diese Entwicklung beeinflusst haben.
Der jüngste Ombudsbericht betont das Problem der fehlenden Plätze für Suchtbetroffene sowie die Zunahme von Crack- und Kokainkonsum. Die bestehende Infrastruktur sei nicht ausreichend, um diese Herausforderungen zu bewältigen.
Verwendete Quellen: Betäubungsmittelstatistik der Zuger Polizei; UNO-Drogenreport; Artikel der “Zuger Zeitung” zur Situation beim Riedmatt; Interpellationen von SVP und ALG; Ombudsbericht 2025.