Magdalena Leitner berichtet über die Bemühungen der Stadt Zug, Schulwege sicherer zu gestalten. Ein datenbasiertes Konzept wurde entwickelt, um Eltern detaillierte Informationen online bereitzustellen. Im Jahr 2024 sammelte das Pilotprojekt Daten von 745 Schulwegen und erhielt 1’256 Meldungen über Gefahrenstellen. Diese wurden in ein geografisches Informationssystem (GIS) integriert.
Die Stadt bietet eine digitale Karte – den «Schulweginfrastrukturplan» – an, die verschiedene Sicherheitsaspekte aufzeigt wie Fussgängerstreifen und Tempo-30-Zonen. Zudem gibt es das Tool «Notiqo», das Rückmeldungen der Pilotphase visualisiert. Eltern können weiterhin Gefahrenstellen melden; diese Eingaben sind in Echtzeit sichtbar und werden von der Stadt überprüft.
Zusätzlich beschleunigt die Stadt generell den Verkehr nicht: Tempo-30-Zonen und Begegnungszonen wurden geprüft, wie zentralplus berichtete. Der Grosse Gemeinderat stimmte dem Vorhaben vor einem Jahr zu.
Die Stadt ruft Eltern dazu auf, Kindern altersgerechte Verantwortung zu übertragen. «Elterntaxis» werden abgeraten, da sie das Unfallrisiko erhöhen könnten. Die Entwicklung der Stadt und steigende Sicherheitsansprüche fließen in das schrittweise umgesetzte Konzept ein.
Die Initiative ist auf eine Motion von SP-Politikerin Marilena Amato Mengis aus 2023 zurückzuführen, die sich für nachhaltige Schulwegsicherheit stark machte. Die Stadt prüft bereits heute bei Bauprojekten die Sicherheit der Kinderwege.
Quellen: Medienmitteilung der Stadt Zug, Webseiten zur Schulwegsicherheit und zum Zuger Ratsinformationssystem.