Princes Name war PRINCE und er verkörperte den Begriff “funky” nicht nur in seiner Musik, sondern auch im persönlichen Stil und seinem Umgang mit der Popindustrie. Eigenwillig und unkonventionell folgte er immer seinen eigenen Regeln.
Der Musikkritiker vom Schweizer Radio und Fernsehen analysiert regelmäßig aktuelle Musikthemen in seinem Blog.
Bereits im Alter von 18 Jahren nahm Prince Aufnahmen für sein Debütalbum «For You» auf, bei dem er als Multiinstrumentalist allein 23 Instrumente spielte. Diese frühe Leistung zeigte klar seine Ambitionen und seine Rolle als Regisseur seiner Karriere.
Seine musikalische Handschrift ist unverkennbar: sei es der Hall in seinen elektronischen Drums, die intensiven Synthesizer-Klänge oder die markanten Gitarren. Die Produktion seiner Songs, wie das berühmte Fehlen des Basses in «When Doves Cry», spiegelt seine kreative Freiheit wider.
Trotz seines musikalischen Genies war Prince auch ein außergewöhnlicher Tänzer. Er nahm Ballettunterricht und machte den Spagat zu seinem ikonischen Tanzstil, inspiriert von James Brown.
Auf der Bühne gab sich Prince als vielseitiger Performer, indem er Musik mit Inszenierung verband und Mythen schuf. Sein Schweigen zu bestimmten Themen trug oft mehr zur Legendenbildung bei als seine Äußerungen selbst.
Mit seiner Kleidung – Strapsen, High Heels und Make-up – forderte Prince Geschlechternormen heraus und prägte den Begriff der Genderfluidität lange vor dessen allgemeiner Verwendung. Seine unkonventionelle Erscheinung öffnete Türen und stieß auf Widerstand.
Prince war immer einzigartig, jedoch niemals nur als “der andere” bekannt. Trotz der Tatsache, dass viele ihn kaum kannten, verband er sich mit vielen Menschen. Er wirkte überirdisch und doch prägte seine Kunst die Gesellschaft nachhaltig. Auch zehn Jahre nach seinem Tod inspiriert Prince noch immer Musikschaffende weltweit.