Im Nachholspiel des 33. Spieltags der Super League war die potenzielle Machtübernahme zu beobachten, als der wahrscheinliche Meister Thun Basel mit 3:1 im heimischen Stadion bezwang. Die Tore für die Hausherren zeigten den typischen Spielstil von Thun: schnelles Umschalten, das Überlisten des Gegners und eine eiskalte Abschlussqualität. Ein spektakulärer Aussenristpass von Kastriot Imeri überwand die Basler Abwehr, bevor Elmin Rastoder Christopher Ibayi (28.) für den Führungstreffer bediente.
In der ersten Halbzeit dominierten die Thuner und kamen nach einer frechen Eckballvariante nahe an das zweite Tor heran. Allerdings scheiterte Imeri (39.) am Pfosten. In der Pause erholte sich Basel, doch es dauerte nicht lange, bis Michael Heule im Strafraum erfolgreich war und den Ball ins Netz brachte. Für den Aussenverteidiger war es sein erstes Tor in der Super League.
Basel hoffte nach einem Anschlusstreffer durch Julien Duranville (56.), der sich aus spitzem Winkel durchsetzte, erneut auf eine Aufholjagd. Doch Thun antwortete mit einem Konter, bei dem Rastoder das 3:1 erzielte. Besorgniserregend für Basel war, wie Verteidiger Becir Omeragic von Heule überlaufen wurde.
Mit diesem Sieg setzt sich der Meisterzug Thuns wieder in Bewegung. Nach zwei Niederlagen konnten die Berner Oberländer endlich wieder einen Dreier bejubeln und nähern sich einem vorzeitigen Titelgewinn, den ein weiterer Sieg gegen Lugano am kommenden Samstag besiegeln würde. Im Gegensatz dazu ist für Basel klar, dass der Meistertitel nicht verteidigt werden kann.
Die Hauptrunde der Super League-Saison endet offiziell mit diesem Nachholspiel. In der nächsten Woche beginnt die Championship (Ränge 1-6) sowie die Relegation Group. Thun empfängt Lugano am Samstag um 20:30 Uhr im ersten Meistermatch auf SRF zwei, während Basel tags darauf gegen Sion antreten wird.
SRF zwei, Sportlive, 18.04.2026, 20:20 Uhr.