Ein autonomer humanoider Roboter namens Lightning hat am Sonntag einen bemerkenswerten Sieg bei einem Halbmarathonrennen in Peking errungen. Mit einer Zeit von 50 Minuten und 26 Sekunden überquerte er die Ziellinie, nachdem er eine Distanz von 21 Kilometern absolviert hatte. Damit unterbot er den Weltrekord der Männer um rund sieben Minuten. Die Leistung des Roboters war beeindruckend, da Lightning dreimal so schnell war wie der beste Roboter aus dem Vorjahr (2025), was die rasanten Entwicklungen in der Robotik verdeutlicht.
Drei Hauptfaktoren machen Ausdauerrennen für Roboter komplex: Kollisionsvermeidung bei Geschwindigkeiten von etwa 14 Kilometern pro Stunde, Energieeffizienz ohne häufige Akkuwechsel und effektive Wärmeableitung. Um diese Herausforderungen zu meistern, ist Lightning mit Sensoren ausgestattet, die ständig seine Umgebung überwachen. Algorithmen berechnen in Echtzeit den nächsten Schritt, um Hindernissen und Risiken auszuweichen.
Die Energieversorgung wird durch erlaubte Batteriewechsel während des Rennens erleichtert. Zudem nutzt der Roboter von Honor ein fortschrittliches Flüssigkeitskühlsystem, das für Hochleistungsprozessoren in Smartphones entwickelt wurde. Dieses System sorgt dafür, dass die Hitze aus Motoren und Gelenken effizient abgeführt wird.
Obwohl der Roboter technologisch beeindruckend ist, betont ein amerikanischer Robotik-Professor in der «New York Times», dass das Rennen keine bedeutenden Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz darstellt. Trotzdem bietet China mit dem Ereignis eine öffentlichkeitswirksame Plattform, um seine Fortschritte in der Roboterforschung durch staatliche Förderung und Investitionen zu präsentieren.
Die praktische Anwendung von humanoiden Langstreckenläufern bleibt vorerst ungewiss.