Anlässlich des Frühlingsfestes wird am Sechseläutenplatz um 18 Uhr der Scheiterhaufen entzündet, auf dem sich der fast dreieinhalb Meter große Böögg befindet. Der Brauch besagt, dass je schneller sein Kopf explodiert, desto besser der Sommer werden soll. Am Morgen wurde der Böögg um 7 Uhr aus seinem Versteck geholt und aufgebaut.
Während einige Schaulustige den Aufbau miterlebten, verfolgten andere den Sechseläuten-Umzug mit rund 3500 Zunftmitgliedern aus 26 Zünften. Unter den Teilnehmern befanden sich Ehrengäste des Gastkantons Graubünden, darunter Regierungspräsident Martin Bühler, Ständeratspräsident Stefan Engler, Nationalrat Martin Candinas, Churs Stadtpräsident Hans Martin Meuli und RhB-Direktor Renato Fasciati. Auch Sportgrößen wie Dario Cologna zogen mit.
Der Umzug begann um 15 Uhr und führte durch die Innenstadt, die Bahnhofstrasse und über den Limmatquai zum Sechseläutenplatz. Der Kinderumzug hatte bereits am Samstagnachmittag stattgefunden, an dem etwa 3000 Kinder teilnahmen, davon 211 aus Graubünden. Die Teilnehmer waren als Heidi, Geissenpeter oder Schellenursli verkleidet und wurden mit Nussstängeli und Nusstörtli begrüßt.
Seit Freitag präsentiert sich der Gastkanton Graubünden auf dem Lindenhof in Zürich zum zweiten Mal seit 2004. Dieses Jahr unter dem Motto «Echt patgific» – echt gemütlich. Der Kanton möchte Gelassenheit und Bergluft im städtischen Rhythmus vermitteln. Das kleine Festzentrum auf dem Lindenhof dauert noch bis heute an, wo man Bündner Spezialitäten probiert und traditionelles Handwerk entdecken kann.
Am Samstagabend sorgte die Schlagerparty «Schnulz im Sulz» für Volksfeststimmung. Der Bergkanton investierte rund eine halbe Million Franken in den Auftritt, wie OK-Chef Marcus Hassler mitteilte. Der Sechseläuten-Umzug wird zudem als Livestream übertragen.
SRF Regionaljournal, 14.4.2026, 17:30 Uhr