In unregelmäßigen Abständen tauschen Russland und die Ukraine Kriegsgefangene aus, was für viele Familien zwischen Freudentränen und bitterer Enttäuschung schwankt. Hunderte Angehörige reisen weit in den Norden der Ukraine, um möglicherweise ein Wunder zu erleben: Im April soll ein Gefangenenaustausch stattfinden, bei dem die Freigelassenen vor einem Provinzspital in Tschernihiw eintreffen werden. Viele Familien tragen dabei Fotos ihrer Liebsten und haben Fahnen in den ukrainischen Nationalfarben mit Symbolen der Einheiten gedruckt lassen, in denen ihre Angehörigen dienten.
Volker Pabst, Korrespondent der Ukraine, berichtet von Gesprächen mit Familienmitgliedern, die auf Väter, Söhne oder Ehemänner warten. Diese hoffen, dass ihre Liebsten unter den Freigelassenen sind, doch Gewissheit bleibt aus. Wie Pabst im Podcast «NZZ Akzent» erläutert, reisen alle Angehörigen ausschließlich auf gut Glück an.
Den gesamten Podcast «NZZ Akzent» finden Sie in dieser Übersicht.