Michael Frey, ein 31-jähriger Stürmer, wird oft als “Mentalitätsmonster” beschrieben. Er ist bekannt dafür, rasch Frustrationen zu verlassen. Frühere Trainer berichten, dass er zeitweise auf niemanden mehr gehört habe – eine Aussage, die Frey akzeptiert.
Gerald Scheiblehner verteidigte kürzlich nach einer 1:5-Niederlage von Thun die unstete Karriere Freys. Er beschreibt den Stürmer als Abenteurer und offen für Neues, mit einem Lebensweg, der für viele attraktiv wäre. Dies sei Teil eines “Drei- oder Vierjahresprojekts” gewesen – Scheiblehners letzte Worte als GC-Trainer vor seiner Entlassung am Montag.
Frey verliert erneut einen Unterstützer und muss sich auf Neues einstellen. Nach dem Scheiblehner-Aus zählt er 28 Trainer, die ihn in seiner Profikarriere betreuten, angefangen bei Christian Gross von YB.
Hervé Renard traf über ein Jahrzehnt zurück eine überraschende Nachricht: Die medizinische Abteilung von Lille meldete, dass der genesende Frey nicht wie vereinbart 3, sondern mehr als 20 Runden gelaufen sei. Dies führte zu Konflikten; Renard, heute Nationaltrainer in Saudi-Arabien, sah hier eine Notwendigkeit zur Veränderung.
2015 war Frey 21 und hatte nach einem Wechsel ins Ausland Schwierigkeiten erlebt. Nach seinem Weggang von YB zog er mit begrenzten Sprachkenntnissen nach Lille. Ein Bruch des Knöchels führte zu Operationen, Komplikationen und schliesslich zum Aufbautraining.
Frey kommentierte damals seine Verletzung ironisch: “Der Dorfmetzger von Münsingen hätte das ebenso gut gemacht.” Diese Aussage führte in Lille zu einem Problem. Zurückgekehrt, hielt ihm ein Angestellter die Zeitung unter die Nase.
YB konnte ihn nicht halten; Frey wollte jedoch die Fussballwelt erobern und sagte einmal: “Nichts kann mich stoppen.” Eine Person, die ihn gut kennt, sagt, er höre oft auf niemanden. Sein Transfer von YB nach Lille brachte 3 Millionen Euro ein – eine Million mehr als Frey zugibt.
Seine Karriere entwickelte sich zu einem Nomadentum, geprägt von Ungeduld und wiederholtem Auf- und Abbruch. Trotz zahlreicher Einsätze blieb er in Top-Ligen oft unter 15 Spielen. Schweizer Auswahlen spielte er durch, erreichte aber nie das A-Nationalteam.
Heute ist Frey 31 Jahre alt und spielt vor allem in der Super League, Belgien und Englands Championship. Nach einer Verletzungspause bei den Queens Park Rangers wechselte er 2026 zum Grasshopper-Club. Dort wird er als “Mentalitätsmonster” beschrieben.
Er sorgte mit seinen Aussagen für Aufmerksamkeit: “Jetzt müssen Sie auf mich setzen, ich bin besser als alle anderen.” Trotz seiner Stärken war sein Weg oft von Konflikten geprägt. In Zürich provozierte er beim Cup-Final 2018 gegen YB.
Auch im Ausland führte seine Unruhe zu Wechseln, wie in Fenerbahce Istanbul und später bei Royal Antwerpen. Trotz seiner Tore blieb er oft nicht lange.
Frey ist bekannt für seinen unbändigen Willen und seine direkte Art. Er malte nebenbei Bilder als Ausgleich und betonte seine Wandlungsfähigkeit.
Heute strebt er Stabilität an, spricht von seinem Kindheitswunsch und seiner Partnerin. GC-Sportchef Alain Sutter sieht ihn als passenden Spieler für das Team. Warum nicht zum FC Zürich? Ein früheres Veto einer Präsidiumsmitgliedin verhinderte es laut Frey.
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