Der Verbrauch von Wein in der Schweiz ist im letzten Jahr weiter gesunken, wobei der Konsum einheimischer Weine um 2,3 Prozent zulegte. Das Bundesamt für Landwirtschaft gab diese Zahlen am Dienstag bekannt.
Trotz eines Rückgangs des Gesamtkonsums auf 211,2 Millionen Liter, was einem Minus von 3,3 Prozent entspricht, verzeichnete der Schweizer Wein einen Anstieg. Der Bericht des Bundesamtes für Landwirtschaft zum Weinjahr 2025 zeigt, dass insbesondere die Nachfrage nach Rotwein um 5,5 Prozent sank, während der Konsum von Weisswein leicht um 0,5 Prozent zunahm.
Der Verbrauch ausländischer Weine fiel sogar um 6,4 Prozent auf 132 Millionen Liter. Im Gegensatz dazu stieg der Konsum von Schweizer Wein auf 79,2 Millionen Liter an und erhöhte damit den Marktanteil einheimischer Sorten auf 37,5 Prozent. Der Anstieg war hauptsächlich dem heimischen Rotwein zu verdanken (plus 4,1 Prozent), während der Konsum von Schweizer Weisswein stabil blieb.
Das Schweizerische Observatorium des Weinmarktes berichtete jedoch, dass der Absatz von Schweizer Weinen bei den acht wichtigsten Grossverteilern im vergangenen Jahr um drei Prozent zurückging. Diese Vertriebskanäle machten 29,1 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Die Preise blieben stabil, wie das Bundesamt für Landwirtschaft weiter mitteilte.
Bereits im Vorjahr 2024 verzeichnete das BLW einen Rückgang des Weinkonsums um etwa acht Prozent verglichen mit 2023, wobei der Marktanteil von Schweizer Weinen damals ebenfalls sank.