Laut einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Statistik nutzen fast die Hälfte der Bevölkerung der Schweiz generative Künstliche Intelligenz, um neue Texte, Bilder, Videos oder Musikstücke zu erstellen. Diese Erkenntnis stammt aus der Omnibus-Erhebung 2025 zur Internetnutzung und zeigt auf, dass sich keine digitale Technologie so schnell in der Bevölkerung durchgesetzt hat wie die generative KI. Die Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag betont diesen Trend.
Drei Jahre nach dem Erscheinen im Internet geben 47 Prozent der Schweizer an, generative KI zu nutzen. Im Vergleich innerhalb Europas belegt die Schweiz den dritten Platz hinter Norwegen und Dänemark.
Eine Umfrage von Comparis Anfang April ergab, dass 76 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz Tools der Künstlichen Intelligenz im Alltag verwenden. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 62,4 Prozent.
Jüngere Menschen, Personen mit höherem Bildungsstand und Einkommen sowie Bewohner der Romandie nutzen nach Angaben von Comparis diese Technologie besonders intensiv. In der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen beträgt die Nutzungsrate demnach 90,1 Prozent, während sie bei den über 56-Jährigen bei 52,1 Prozent liegt.
Auch Bildung und Einkommen spielen eine Rolle: Personen mit hoher Bildung verwenden generative KI-Tools zu 82,5 Prozent, im Gegensatz zu 69,4 Prozent bei Menschen mit geringerem Bildungsstand. Gemäß der Umfrage sind die Unterschiede zwischen hohen und niedrigen Einkommensklassen ebenfalls deutlich ausgeprägt.