Der Stadtrat von Luzern beantragt zusätzliche Mittel, um städtische Heizanlagen zu ersetzen und den Wärmeverbund Utenberg aufzubauen. Dieser Plan sieht den Einsatz von 40 Bodensonden vor.
Bis zum Jahr 2030 sollen alle kommunalen Gebäude, darunter Schulen, Verwaltungsgebäude und Sportanlagen, mit erneuerbarer Energie beheizt werden. Der Stadtverwaltung zufolge schreitet der Umbau schneller voran als ursprünglich geplant und ist Bestandteil ihrer Klima- und Energiestrategie.
Bereits seit 2023 wurden rund zehn Heizsysteme ausgetauscht. Zukünftige Projekte umfassen das Stadthaus, das Richard Wagner Museum sowie die Schulen Unterlöchli, Felsberg und Geissenstein. Für denkmalgeschützte Bauten wie das Rathaus und das Am-Rhyn-Haus in der Altstadt ist für 2027 eine Machbarkeitsstudie vorgesehen.
Trotz des bestehenden Kredits von 12,8 Millionen Franken reichen die finanziellen Mittel nicht aus. Ursachen sind Mehrkosten durch Wärmepumpeneinbau, Sanierungen der Entwässerung und Baubewilligungsverfahren. Deshalb bittet der Stadtrat um zusätzliche 1,7 Millionen Franken.
Der geplante Wärmeverbund für das Schulhaus Utenberg sowie die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg soll durch eine zentrale Erdsonden-Wärmepumpe mit 40 Sonden betrieben werden. Diese Anlage würde von einem ehemaligen Öltankraum aus Wärme an alle Gebäude liefern.
Für den Bau des Wärmeverbunds wird ein separater Sonderkredit von 5,6 Millionen Franken beantragt, um die bestehenden Öl- und Gasheizungen zu ersetzen. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 geplant, mit Inbetriebnahme im darauf folgenden Jahr.
Der Bericht und Antrag des Stadtrats inklusive der beiden Finanzierungsanträge sollen voraussichtlich am 21. Mai vom Stadtparlament behandelt werden. Darüber hinaus soll auch das städtische Vermietungsportfolio bis 2035 fossilfrei beheizt werden, was rund 150 Gebäude umfasst.
Verwendete Quellen: Medienmitteilung der Stadt Luzern, Anträge des Stadtrats, zentralplus-Medienarchiv.