In einer aktuellen Entwicklung hat der Abriss eines Schultrakts durch eine Baufirma im Kanton Zug zu erheblichen Konsequenzen geführt: Eine geschützte Fledermauskolonie wurde zerstört, was den Bauleiter nun vor rechtliche Herausforderungen stellt. Laut Bericht der «Zuger Zeitung» steht der Verantwortliche vor einer Busse von 1000 Franken.
Der Fall dreht sich um eine sogenannte “Fledermaus-Wochenstube”, ein besonderes Habitat für weibliche Fledermäuse und ihre Jungen, welches durch die Abrissarbeiten unwiderruflich zerstört wurde. Die Behörden hatten den Bauleiter bereits im Juni 2025 schriftlich über die Gefahr für das geschützte Tierareal informiert und ihm empfohlen, die Bauarbeiten zu unterbrechen. Diese Warnung ging jedoch verloren.
Ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft sieht nun eine Geldstrafe von 600 Franken vor, ergänzt um Verfahrenskosten in Höhe von 400 Franken. Die Rechtskraft des Befehls steht allerdings noch aus. Der Abriss war Teil eines Erweiterungsprojekts für die Schule; der Rohbau wurde im Sommer abgeschlossen, während die Fertigstellung der Innenausstattung und Außenanlagen für Dezember 2026 geplant ist. Geplant ist zudem, dass das erweiterte Schulgebäude nach den Sportferien 2027 in Betrieb genommen wird (zentralplus berichtete).