Die Kleine Feuerameise, auch Elektroameise genannt, sticht zwar schmerzhaft, doch ihre ökologischen Auswirkungen sind gravierender. Als invasive Art verdrängt sie heimische Insekten und gefährdet Ökosysteme. Wanderer im südfranzösischen Département Var, insbesondere in Cavalaire-sur-Mer, könnten auf diese Ameisen stoßen, die dort zum dritten Mal nachgewiesen wurden. Zuvor waren sie auch in Toulon und La Croix-Valmer entdeckt worden.
Obwohl der Stich für Menschen meist harmlos ist, kann er schmerzhafte Entzündungen verursachen. Bei Tieren kann ein Stich ernsthafte Folgen haben, bis hin zu Erblindung von Haustieren. Die EU hat die Wasmannia auropunctata auf ihre Liste invasiver Arten gesetzt.
Ursprünglich aus Südamerika kommend, hat sich diese nur einen Millimeter große Ameise an verschiedene Klimazonen angepasst und breitet sich durch den internationalen Pflanzenhandel aus. Olivier Blight beschreibt ihren Stich als intensiver als ein Brennnesselschmerz. Julien Foucaud weist darauf hin, dass ihre Verbreitung mit der Bewegung von Erde zusammenhängt, wobei Menschen die Hauptverbreiter sind.
Mit einer Populationsdichte bis zu 20.000 Tieren pro Quadratmeter kann sie erheblichen Schaden anrichten und wurde in Brasilien bereits auf landwirtschaftliche Flächen zurückgedrängt. In Neukaledonien bildet die Art Superkolonien mit bis zu 80 Königinnen pro Quadratmeter. Auch in Frankreich sind solche Kolonien bekannt, die rund fünf Hektar befallen.
Die Feuerameise attackiert fast alle anderen Insekten und destabilisiert Ökosysteme, wobei selbst Amphibien und Vögel nicht verschont bleiben. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit, Mobilität, flexible Ernährung und Fortpflanzungsstrategie – die Königin kann sich klonen – begünstigen ihre Ausbreitung.
Neben Frankreich breitet sie sich auch in Spanien und Zypern aus. Während in Zypern eine Ausrottung unwahrscheinlich ist, setzen französische Behörden auf Eindämmungsmaßnahmen. Zwei Bekämpfungsmittel sind vorübergehend zugelassen, und Informationskampagnen sollen die Bevölkerung sensibilisieren.