Die Luzerner Polizei hat gemeinsam mit Behörden aus 23 Ländern einen bedeutenden Schlag gegen ein weitreichendes Netzwerk der Kinderpornografie geführt. Über mehrere Jahre hinweg gelang es den Ermittlern, hunderte Verdächtige zu identifizieren. Dies berichtet der “Tagesanzeiger” in einem Artikel.
Im Rahmen der internationalen “Operation Alice” wurden über 373.000 Seiten im Darknet abgeschaltet, die kinderpornografische Inhalte anboten. Von den rund 600 Verdächtigen konnten 440 identifiziert werden. In Deutschland führte dies zur Verhaftung von 14 Tatverdächtigen in neun Bundesländern.
Neben der Luzerner Polizei waren auch die Schweizer Bundespolizei Fedpol, sowie die Kantonspolizeien aus St. Gallen, Thurgau und Zürich an dieser umfangreichen Operation beteiligt. Ebenso wirkten europäische Länder sowie Kanada, Australien und die USA mit. Die Untersuchungen dauerten über vier Jahre.
Der mutmaßliche Drahtzieher des Darknet-Netzwerks ist ein 35-jähriger Chinese aus der Volksrepublik China. Den Schweizern wird vorgeworfen, Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch im Darknet konsumiert und versucht zu haben, weiteres Material zu beschaffen.
Quellen: Artikel des “Tagesanzeigers”, Medienarchiv zentralplus