Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus, die am 21. März beginnt, engagiert sich die Stadt Luzern mit einer speziellen Fokussierung auf antimuslimischen Rassismus. Wie Michelle Keller berichtet, zielt diese Aktionswoche darauf ab, das Bewusstsein für rassistische Vorurteile zu schärfen.
Die neue Plakatkampagne der Stadt vermittelt mit dem Slogan «Heutzutage darf man ja nichts mehr sagen! Das ist auch gut so. Rassistische Äusserungen sind keine Meinung» eine klare Botschaft. Diese Kampagnenmaßnahme, die anlässlich des internationalen Tags gegen Rassismus organisiert wird, folgt auf vergangene Initiativen wie Plakatkampagnen, Workshops und ein Theaterstück.
Im Zentrum der diesjährigen Aktivitäten steht der Kampf gegen antimuslimischen Rassismus, welcher durch aktuelle gesellschaftspolitische Debatten an Brisanz gewonnen hat. Diskussionen um Kopftücher in Schulen sind dabei ein Beispiel für die jüngste Zunahme solcher Themen.
Am 24. März lädt die Stadt Luzern gemeinsam mit Partnerorganisationen zu einem Veranstaltungsabend in der bosnischen Moschee in Emmenbrücke ein. Dieser umfasst Fachreferate, eine Podiumsdiskussion sowie eine Führung durch die Moschee und soll Betroffene miteinbeziehen.
Die Studienergebnisse zur antimuslimischen Diskriminierung der Uni Fribourg werden diskutiert, wobei auch betroffene Personen ihre Sichtweisen einbringen können. Das Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein zu stärken und den interkulturellen Dialog voranzubringen.
Zudem erweitert die Stadt das Meldetool «Luzern schaut hin», welches nun auch rassistische Belästigungen dokumentieren kann. Diese Erweiterung wurde vom Stadtluzerner Jugendparlament initiiert, um bisher vor allem für Sexismus und Queerfeindlichkeit genutztes Werkzeug zu ergänzen.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung Stadt Luzern