Die beiden Basel bleiben ohne zusätzlichen Sitz im Ständerat und haben auch keine Chance auf eine ganze Stimme beim Ständemehr. Gerhard Pfister, einflussreicher Wortführer der Mehrheit, beschrieb die Situation als «Perpetuum mobile der Vergeblichkeit». Er kann sich glücklich schätzen, aus dem Kanton Zug zu kommen. Trotz aller Bitten und Forderungen bleibt das Ergebnis für Basel-Stadt und Basel-Landschaft unverändert: In der Schweiz wird es keine politische Wende geben, die ihnen ein vollwertiges Ständerecht sichert. Sie dürfen weiterhin nur je eine Person in den Ständerat entsenden und haben bei Volksabstimmungen mit Ständemehranteil jeweils nur eine halbe Stimme. Folglich bleiben sie im helvetischen Machtgefüge auf halber Portion, was unter Umständen für die Basler sogar von Vorteil ist. Das baselstädtische Parlament hatte durch eine Standesinitiative den Bundesrat gezwungen, über ihre einzigartige Situation zu debattieren. Die Initiative forderte zwei volle Mitgliedsrechte im Bund für Basel-Stadt und das Baselbiet. Mit 121 Gegenstimmen bei 51 dafür und 22 Enthaltungen wurde sie jedoch abgelehnt. Besonders viele Ja-Stimmen gab es von der SP, doch da der Ständerat den Vorstoss bereits verworfen hatte, war der Versuch endgültig gescheitert. Gerhard Pfister, ehemaliger Präsident der Mitte-Partei und aus dem Kanton Zug stammend, lehnte die Basler Forderung ab. Er beschrieb diese als ein «Perpetuum mobile der Vergeblichkeit», da jede Bemühungen ohne Erfolg blieben – ob am Volksmehr oder Ständemehr gescheitert. Pfister selbst könnte von einer Änderung profitieren, da Zug, trotz seiner geringeren Einwohnerzahl, volle Standesrechte genießt und er möglicherweise eine Chance im Ständerat sähe, wenn es dort ein zweites Mandat gäbe. Die Basler Forderung ist nachvollziehbar, insbesondere da der Kanton Jura bei seiner Gründung 1979 die vollen Rechte erhielt. Doch merkwürdig sei, dass nur sie und ihr Nachbarkanton eine Aufwertung wollten, nicht aber andere Kantone in ähnlicher Lage wie Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Nidwalden oder Obwalden. Eine Erweiterung des Vorschlags auf alle sechs ehemaligen Halbkantone hätte das Machtgefüge der Schweiz bei Fragen wie der Aussenpolitik deutlich verändert. Der Einfluss der ländlichen, konservativeren Deutschschweizer Kantone würde weiter steigen. Die urbanen Kantone wären durch die beiden Appenzell und Nid- sowie Obwalden mehr als aufgewogen worden, was das Verhältnis zwischen deutscher und lateinischer Schweiz beeinflusst hätte. Letztlich könnte es für Basel sogar von Vorteil sein, dass ihr Vorstoß gescheitert ist.