Crans-Montana, 15.03.2026 – 12:28
In der Unglücksnacht soll Jean-Marc Gabrielli, der Stiefsohn des Barbesitzers Jacques Moretti, eine Rolle bei dem Schließen einer Servicetür gespielt haben. Deshalb wurde nun gegen ihn ermittelt.
Die Walliser Staatsanwaltschaft untersucht, ob Gabrielli in der Neujahrsnacht im Unglücksort arbeitete und damit zur Katastrophe beitrug. Die Ermittlungen zu dem Brandgeschehen in der Bar «Le Constellation», das 41 Menschenleben forderte und über 100 Personen verletzte, laufen noch.
Es gibt widersprüchliche Aussagen zwischen Moretti und einem Sicherheitsmann, der an jenem Abend im Einsatz war. Moretti behauptet, ein Angestellter seines Lokals «Vieux Chalet» sei für die Verriegelung der Tür verantwortlich gewesen, wobei er das Motiv nicht kennt. Der Mann habe sich nach dem Brand abgesetzt.
Dem Sicherheitsmann zufolge war der Entscheid, die Tür zu schließen, eine gemeinsame Initiative von Morettis Ehefrau Jessica, Gabrielli und seiner Freundin Cyane Panine, einer Barmitarbeiterin. Predrag J. bestätigt, dass Gabrielli in jener Nacht im «Constellation» arbeitete.
Gabrielli selbst widerspricht dieser Darstellung und behauptet, er sei nur dort gewesen, um seiner Arbeitskollegin ein glückliches neues Jahr zu wünschen, so eine Zeitungsquelle. Der Fall wird derzeit von der Walliser Staatsanwaltschaft geprüft; Gabrielli gilt aktuell als Zeuge bzw. Auskunftsperson und ist kein Beschuldigter.