Das UN-Büro für Menschenrechte appelliert an eine nachhaltige Einstellung der Feindseligkeiten zwischen Afghanistan und Pakistan.
In einem Statement rufen die Experten dazu auf, den Ursachen des Konflikts entgegenzuwirken und Verstöße gegen internationales Recht zu ahnden. Seit dem Ende des Waffenstillstands in dieser Woche melden afghanische Medien wieder Kämpfe an der Grenze.
Islamabad beschuldigt die Taliban-Regierung in Kabul, Terroristen wie die Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) zu beherbergen und unterstützt zu haben. Diese Gruppe ist für Anschläge in Pakistan verantwortlich. Die afghanische Regierung weist diese Vorwürfe zurück.
Die UN-Experten üben Kritik an den Beziehungen der beiden Länder zur TTP. Sie fordern die afghanischen Taliban auf, sicherzustellen, dass Gruppen wie die TTP das Recht auf Leben nicht gefährden. Islamabad habe keine schlüssigen Beweise geliefert, dass Kabul Angriffe der TTP in Pakistan angeordnet hat; daher sei ein Selbstverteidigungsrecht Pakistans nicht gegeben.
Die Experten vermuten zudem, dass einige pakistanische Militäroperationen mit zivilen Opfern gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen könnten. Anfragen der Deutschen Presse-Agentur an offizielle Stellen in Pakistan wurden bislang nicht beantwortet.