An einer Medienkonferenz des Kantons Neuenburg wurde bekannt gegeben, dass die Fundstücke in einem hervorragenden Zustand sind. Der Reichtum und die Vielfalt der archäologischen Entdeckungen machen diesen Fund zu einem international bedeutsamen Ereignis.
Als einzigartige Zeugnisse aus der Römerzeit dokumentieren diese Objekte den Einsatz eines kombinierten Transportnetzwerks, das Land- und Wasserwege verband. Die Ladung wurde durch Luftaufnahmen entdeckt, die im November 2024 vom Amt für Archäologie des Kantons Neuenburg (OARC) zur Überwachung der Seegrundfläche und unterseeischen Kulturgüter angefertigt wurden.
Die Ausgrabungen werden von OARC geleitet, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Octopus und dem Archäologischen Dienst des Kantons Freiburg. Die Funde ermöglichen Einblicke in Handelsnetzwerke, technisches Know-how, Keramikwerkstätten sowie die Vermarktung von Manufakturwaren.
Experten schätzen, dass die Ladung im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt verloren ging. Das Vorhandensein von Waffen wie Schwertern lässt darauf schließen, dass das gesunkene Schiff ein ziviles Handelsschiff war, das möglicherweise von einer militärischen Eskorte begleitet wurde.
Die Untersuchungsergebnisse werden im Archäologie-Museum Laténium in Hauterive NE am Neuenburgersee präsentiert. Vor der Präsentation müssen die einzelnen Objekte jedoch aufgenommen und konservatorisch-restauratorisch behandelt werden.
Trotz des guten Erhaltungszustands sind die Fundstücke Gefahren wie Erosion, Freizeitbooten oder Vandalismus ausgesetzt. Die empfindlichsten Objekte wurden bereits geborgen.