Im März lebten noch 23 Menschen im sogenannten Sicherheitsperimeter rund um das einstige, verschüttete Munitionslager, in dem eine dauerhafte Wohnnutzung nicht erlaubt ist. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unterstützt die Betroffenen bei der Suche nach alternativen Lösungen.
Auch Landwirtschaftsbetriebe sind verpflichtet, den Sicherheitsperimeter zu räumen. Durch den Wegzug oder einen Standortwechsel innerhalb der Gemeinde entstehen Flächen für andere Betriebe. Die Bewirtschaftung dieser Äcker ist komplex, da sie je nach Baufortschritt und benötigten Räumungsflächen variieren, was eine kontinuierliche Nutzung erschwert.
In Kooperation mit der landwirtschaftlichen Beratungsstelle Inforama und dem VBS erfolgte eine Neuverteilung der Flächen, wie im Sachstandsbericht des VBS erwähnt. Diese jährlich überprüfte und angepasste Verteilung soll die Existenzgrundlage lokaler Betriebe sichern.
Mit dem Abtauen des Bodens nach dem Winter können die Räumungsarbeiten vor dem ehemaligen Depot wieder aufgenommen werden, wobei Spezialisten Munitionsobjekte mit einem Kaliber von mindestens 4.7 Zentimetern in bis zu 30 Zentimeter Tiefe suchen.
Ein neuer Zugang zu einem bisher unerreichbaren Sackstollen wurde gefunden, wo ebenfalls Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden. Eine erste Erkundung dieses Stollens fand im Januar statt.
1947 hatte es bei Mitholz in einer Fluh zu schweren Explosionen im ehemaligen Munitionslager gekommen, wobei neun Menschen starben und viele Tonnen Sprengstoff zurückblieben. Diese Rückstände bergen ein höheres Explosionsrisiko als ursprünglich angenommen.
Für die Räumung bewilligten die eidgenössischen Räte im September 2023 einen Kredit über 2,59 Milliarden Franken.