Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, den Wettbewerb durch effizientere Arbeitsabläufe zu stärken. Allerdings birgt sie auch Risiken wie Konzentrationstendenzen und algorithmisches Preisfestsetzen. Die Weko betont die Notwendigkeit einer vorausschauenden Anwendung des Kartellrechts, um Innovationspotenziale nicht vorzeitig zu schwächen, gleichzeitig aber rechtzeitig einzugreifen, sollte sich wettbewerbswidrige Strukturen entwickeln. Die laufende Beobachtung der KI-Entwicklungen und der Austausch mit nationalen und internationalen Stellen ist daher entscheidend, wie im Jahresbericht 2025 erläutert wurde.
Generative KI verbessert menschliche Arbeit durch kontinuierliches Lernen und die Generierung neuer Inhalte, während sie Routineaufgaben übernimmt. Die Weko plant ebenfalls den Einsatz von KI zur besseren Analyse kartellrechtlicher Fragestellungen. Für Verbraucher kann KI die Auswahlmöglichkeiten erhöhen, indem sie passende Angebote identifiziert, birgt aber das Risiko, Märkte gezielt abzuschotten.
Bei Basismodellen der KI sieht die Weko eine hohe Konzentrationstendenz aufgrund des benötigten Spezialwissens und umfangreicher Rechenkapazitäten. Der Markt ist momentan dynamisch mit vielen verfügbaren Modellen wie GPT, Gemini und Claude sowie stetiger Entwicklung neuer.
Ein Risiko stellt laut Weko die Verwendung von Algorithmen beim Preisfestsetzen dar; sie könnten autonom lernen und unerlaubte Absprachen unterstützen. Falls Anzeichen dafür auftreten, ist ein Eingreifen der Weko geplant. Obwohl KI-Algorithmen unter Laborbedingungen Preise selbstständig anpassen können, bleibt abzuwarten, ob dieses Risiko in der Realität relevant wird.