Ein torloses 0:0 im Duell der Schweiz mit Norwegen in Oslo bleibt wohl eher unauffällig in Erinnerung. Der Match, geprägt von schlechtem Rasen und vielen Spielerauswechselungen, bot wenig Unterhaltung und kaum Aufschluss über die Mannschaftsfähigkeiten. Die Partie war langweilig und ereignisarm – ein Gegensatz zu dem farbenfrohen Testspiel gegen Deutschland (3:4). In der ersten Halbzeit passierte wenig, und auch in der zweiten Hälfte gab es kaum nennenswerte Aktionen. Nur wenige Offensivszenen unmittelbar vor der Pause verhinderten die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Spiels.
Trotz der makellosen WM-Qualifikation Norwegens, die mit 8 Siegen und 37 Toren zu Buche schlug, gelang es den Schweizern, insbesondere dank Murat Yakin, den norwegischen Angriff, darunter Top-Torjäger Erling Haaland (16 Qualifikations-Tore), gut zu verteidigen. Nico Elvedi überzeugte auf der linken Abwehrseite und Denis Zakaria zeigte rechts Offensivdrang.
Yakin testete in der Pause mit sieben Wechseln, die das Spiel weiter unterbrachen und dessen Kohärenz minderten. Ardon Jashari, im Zentrum für den geschonten Captain Granit Xhaka, versuchte sich als Führungsspieler, fand aber kaum Chancen zum Vorbereiten des Spiels nach vorne.
Die vielen Wechsel verhinderten eine klare Spielstruktur und machten Norwegen in der zweiten Halbzeit stärker. Die Intensität fehlte jedoch weiterhin, im Gegensatz zum engagierten Deutschland-Spiel. Es bleibt fraglich, welche Erkenntnisse Yakin gewonnen hat.
Manuel Akanji äusserte sich nach dem Spiel positiv über die Mannschaft und die Schwierigkeit der Trainerentscheidungen für die WM-Liste. Granit Xhaka wird vor allem bei den Spielen gegen Jordanien (Ende Mai in St. Gallen) und Katar (13. Juni in San Francisco) eine zentrale Rolle einnehmen. Es ist zu hoffen, dass sich alle Belange bis zur WM verbessern werden.
Am Ende der Partie hatte Eray Cömert die beste Chance für die Schweiz, doch auch diese blieb ungenutzt – zum Glück, denn so viel Schminke war nicht gewollt.