Der Kanton Zürich hat den offiziellen Lehrerbedarf als gedeckt erklärt. Dies bedeutet, dass Personen ohne Lehrdiplom künftig keine Beschäftigung mehr in Schulen finden werden dürften. Ein Fachkräftemangel bleibt jedoch im Bereich der Heilpädagogen bestehen.
Im Zürcher Bildungssystem entspannt sich die Situation: Zum Stichtag 31. März waren noch 556 Lehrerstellen unbesetzt, gegenüber 897 vor vier Jahren zum gleichen Zeitpunkt. Die Reduktion der freien Stellen von 826 im Jahr 2023 auf aktuell 556 ist ein deutlicher Fortschritt.
Eltern und Schulgemeinden können erleichtert aufatmen, denn die Notwendigkeit, kurzfristig Lehrer zu suchen, scheint abzunehmen. Die Bildungsdirektion verkündete offiziell das Ende der Mangellage, was auch das Aus für die sogenannten “Personen ohne Lehrdiplom” (Poldis) bedeutet.
Diese Poldis wurden vor vier Jahren in einer Notlage als kurzfristige Lösung zugelassen. Sie sollten bis zu einem Jahr beschäftigt werden und anschließend ein Studium aufnehmen. Kritik gab es jedoch bereits während ihrer Anstellung, da sie oft keine pädagogische Ausbildung hatten.
Die Zahl der Poldis ist seit 2024 von 820 auf 762 im Jahr 2025 gesunken. Nur wenige haben bislang an einer Hochschule ein Studium begonnen. Trotzdem machen diese Aushilfslehrer nur einen kleinen Anteil von 2,5 Prozent aus und werden zunehmend durch regulär qualifizierte Lehrkräfte ersetzt.
Die Ursachen für die Verbesserung sind stabilisierte Schülerzahlen sowie ein Anstieg der Studienanfänger an pädagogischen Hochschulen um bis zu 34 Prozent. Dennoch bleibt das Problem der Heilpädagogen ungelöst, da trotz vermehrter Ausbildungsplätze der Bedarf nicht gedeckt werden kann.