Am Karfreitag sind bei Lawinenabgängen in den Schweizer Alpen zwei junge Männer ums Leben gekommen. Die Unglücksfälle ereigneten sich in den Regionen Lauterbrunnen und am Grossen Mythen.
Im Kanton Bern erlag ein 35-jähriger Mann seinen Verletzungen nach einem Lawinenabgang im Gebiet Schwarzbirg in Isenfluh. Die Polizei von Bern berichtete, dass der Mann gemeinsam mit einer Begleitperson eine Abfahrt unternommen hatte, als sich das Schneebrett löste. Obwohl er geortet werden konnte, verstarb er nach erfolglosen Reanimationsversuchen. Die genauen Umstände des Unglücks werden derzeit untersucht.
Gleichzeitig ereignete sich ein weiterer tödlicher Vorfall am Grossen Mythen im Kanton Schwyz. Der betroffene Bergwanderer war mit einer zweiköpfigen, seilunterstützten Gruppe unterwegs und entschied sich kurz vor 14 Uhr aufgrund der erheblichen Schneemengen zur Rückkehr. Beim Abstieg wurden sie von einer Gleitschneelawine überrascht. Einer konnte sich retten, indem er an einem Baum festhielt, während der andere in die Tiefe gerissen wurde und noch am Unfallort verstarb. Die Identität des Opfers wird gerade geklärt, ebenso wie die Ursachenforschung.
Nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung besteht aktuell eine mäßige Lawinengefahr in weiten Teilen der Alpen, wobei das Prättigau als Gebiet mit erheblicher Gefährdung gilt.