Im Herbst kündigte Landis+Gyr den umfangreichen Umbau an. Nun ist der Verkauf des europäischen, nahöstlichen und afrikanischen Geschäftsbereichs Emea abgeschlossen. Was dies für die Zukunft des Standorts Zug bedeutet, bleibt ungewiss.
Die Übernahme wurde durch die Investmentfirma “Aurelius” vollzogen, wie Landis+Gyr in einer Mitteilung bekannt gibt. Bereits im September hatte das Zuger Unternehmen diesen Schritt angekündigt (hier gehts zum Artikel). Der Verkauf betraf rund die Hälfte der Mitarbeiter am Hauptsitz in Zug, wo laut früheren Angaben etwa 200 Personen beschäftigt sind; mehr als die Hälfte davon im Emea-Bereich. Weltweit wechselten circa 2800 Beschäftigte und fünf Produktionsstätten den Eigentümer.
Der Verkauf trat wirtschaftlich zum 31. März in Kraft, nach Erhalt der notwendigen regulatorischen Genehmigungen. Zum verkauften Portfolio gehören Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserzähler sowie entsprechende Softwarelösungen und Dienstleistungen. Zukünftig will Landis+Gyr den Fokus verstärkt auf die Regionen Amerika und Asien-Pazifik legen.
Für den Hauptsitz in Zug ändert sich zunächst wenig. Im September versicherte das Unternehmen, der Sitz bleibe im Kanton Zug. Doch viele Angestellte waren direkt vom Verkauf betroffen, da ein Großteil des Zuger Personals im verkauften Bereich tätig war.
Die langfristigen Auswirkungen auf den Standort sind noch unklar. Im Herbst wurde angekündigt, dass bis zum Abschluss der Übernahme kein eigener Personalabbau geplant sei. Auch die Käuferin “Aurelius” beabsichtigt, das Emea-Geschäft als Ganzes fortzuführen.
Landis+Gyr sieht den Verkauf als Teil einer strategischen Neuausrichtung. Konzernchef Peter Mainz betont in der Mitteilung, dass der Fokus nun auf die Regionen Americas und Asia Pacific gerichtet sei, wo eine höhere Nachfrage nach Software, Dienstleistungen und Grid-Edge-Lösungen erwartet wird. Diese Technologien helfen dabei, den Energieverbrauch und -versorgung besser zu steuern.
Ein Teil des Erlöses soll an die Aktionäre zurückgegeben werden, über das bereits 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm. Gleichzeitig plant Landis+Gyr finanziellen Spielraum für weiteres Wachstum zu sichern.