Die 28-jährige Aargauerin Selina Ummel erzielte beim Zürich Marathon eine Zeit von 2:39:13 Stunden, was für sie den dritten Platz und eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung um etwa fünf Minuten bedeutete. Im Ziel äußerte sie sich wie folgt: «Ich wollte aufgeben auf der Strecke, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht. Am Ende war ich viel schneller als erwartet». Dennoch konnte sie nicht mit den kenianischen Siegerinnen Lydia Cheruto (2:28:25) und Anastasha Rono (2:31:58) mithalten.
Bei den Männern dominierten die Kenianer mit einem Doppelsieg. Davis Kiplangat setzte sich in 2:09:03 Stunden vor Vincent Kipsang Rono durch, der ihm um 93 Sekunden folgte. Der beste Schweizer Läufer war Habtom Amaniel Soquar auf dem fünften Platz mit einer Zeit von 2:11:34 Stunden. Die Rekorde wurden deutlich verfehlt – den Männers Rekord hält Tadesse Abraham aus der Schweiz (2:06:38, erzielt 2022).
Raphael Josef lief für die Schweizer Herren mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:49 Stunden das schnellste Rennen.
In Paris erreichte Matthias Kyburz, achtfacher OL-Weltmeister, nach 42,195 Kilometern und knapp 260 Höhenmetern den 13. Platz als fünftbester Europäer mit einer Zeit von 2:08:37 Stunden. Bei der Rennmitte (1:03:16) gehörte er noch zu einer Gruppe aus 18 Spitzenläufern, konnte jedoch ab dem 25. Kilometer das hohe Tempo nicht mehr beibehalten und machte auf den letzten Anstiegen wieder einige Plätze gut. Er verlor gegen den italienischen Sieger Yeman Crippa (2:05:18) insgesamt 3:19 Minuten.
Kyburz erfüllt mit seinem Paris-Marathon-Ergebnis die Norm für die Leichtathletik-EM Ende August in Birmingham. Dort wird auf einem Kurs mit etwa 700 Höhenmetern gelaufen, wodurch andere Fähigkeiten gefragt sind.