In Ungarn sind die Wahllokale geschlossen, und die bemerkenswerte Wahlbeteiligung von 78 Prozent könnte der Opposition zugutekommen. Dies erklärte SRF-Korrespondent Peter Balzli in Budapest. Der Hauptgrund dafür sei, dass viele junge Menschen im Vergleich zu den letzten Wahlen vier Jahre zuvor diesmal an die Urne gegangen seien. “Heute haben deutlich mehr Jugendliche gewählt”, betonte er. Da Fidesz eine etablierte Partei mit einer vorwiegend älteren Anhängerschaft ist, könnte der jüngeren Wählerschaft die Tisza-Partei, die erst ein Jahr alt ist, zugutekommen. Balzli fügte hinzu: “Daher könnte die hohe Wahlbeteiligung den Oppositionsparteien helfen.” Die Auszählung der Wahlen in Ungarn wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.