Nach anhaltenden Rückstaus im Autobahntunnel hat das Bundesamt für Strassen eingegriffen. Die Stadt Zürich musste reagieren und ihre ursprüngliche Umstellung der Lichtsignalanlage rückgängig machen, um die Verkehrsprobleme zu lösen.
Seit Wochen steht die Stadt Zürich in einem verkehrspolitischen Konflikt mit dem Kanton, der sogar den Bund involviert hat. Ursprünglich hatte die Stadt im März drei Autospuren am Neumühlequai nahe des Hauptbahnhofs umgewidmet und einen Velostreifen eingerichtet, ohne den Kanton zu konsultieren. Der Regierungsrat hielt dies für eine Verletzung der Kantonsverfassung, die solche Kapazitätseinschränkungen verbietet, und forderte die Rückkehr zum Ursprungszustand.
Nachdem die Stadt das Recht eingeschlagen hatte, blieb die Problematik bestehen. Obwohl die Velospur entfernt wurde, setzte die Stadt eine Anpassung der Lichtsignalanlage am Ausgang des Autobahntunnels Milchbuck fort, was zu erheblichen Rückstaus führte. Die Grünphasen wurden fast halbiert, worüber keine Begründungen abgegeben wurden.
Der Bund intervenierte aufgrund der Sicherheitsrisiken, die von Stau in Tunneln ausgehen. Das Bundesamt für Strassen, Eigentümer der betroffenen Lichtsignalanlage, kritisierte das Vorgehen als unzulässig. Daraufhin hat die Stadt nun das Signal wieder auf normal gestellt, was sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirkt.
Trotz dieser Anpassung bleibt der Einsatz von Verkehrslotsen am Neumühlequai bestehen und kostet wöchentlich 20.000 Franken. Ein Ende dieses Zustands ist nicht in Sicht.