Mit einem am 10. Februar ergangenen Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Verträge des Bundes mit den Unternehmen Moderna und Novavax komplett offengelegt werden müssen. Diese Entscheidung ist seit April rechtskräftig.
Die Initiative zur Offenlegung dieser Verträge ging von Beschwerdeführern aus, die gemäß dem Öffentlichkeitsgesetz Einsicht in die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Armeeapotheke unterzeichneten Covid-Impfstoffverträge verlangten. Diese Anträge lehnte das Bundesamt jedoch Ende 2023 ab.
Im Jahr 2022 hatte das BAG bereits Verträge mit den Herstellern Moderna, Novavax, Pfizer, Janssen, AstraZeneca und CureVac unter Berücksichtigung von Schwärzungen veröffentlicht. Es wurde befürchtet, dass eine vollständige Offenlegung der Verträge innerhalb der Schweiz die Verhandlungsposition des Bundes bei zukünftigen Pandemie-Situationen beeinträchtigen könnte.
Nach Angaben des BAG konnte das Land bereits im August 2020 von Moderna 4,5 Millionen Dosen Impfstoff sichern. Bis zum Ende der Covid-Pandemie wurden insgesamt 31 Millionen mRNA-Impfdosen für etwa 32 US-Dollar pro Dosis bestellt, was eine finanzielle Verpflichtung des Bundes in Höhe von rund 980 Millionen US-Dollar nach sich zog.
Im Dezember 2021 reservierte der Bund laut BAG-Angaben bei Novavax eine Million proteinbasierter Impfstoffdosen zu einem Preis von 22 US-Dollar pro Dosis, was eine Verpflichtung in Höhe von rund 20 Millionen US-Dollar bedeutete.
Quelle: Tagesschau, 16.04.2026, 19:30 Uhr; sda/horm; widb