Der humanoide Roboter der Hochschule Luzern, der sich zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt großer Beliebtheit erfreute, wird nun beim Luzerner Stadtlauf am 25. April mitlaufen. Ein exklusives Video gibt einen Vorgeschmack darauf.
Die Teilnahme des G1-Roboters von Unitree an der Veranstaltung ist ein Novum: Unter über 15’000 Läuferinnen und Läufern wird er die Altstadt durchqueren. Dieser Roboter, dessen Größe einem achtjährigen Kind entspricht und der 35 Kilogramm wiegt, dient den Studierenden der HSLU normalerweise zur Erfahrungssammlung in der Robotik.
In einer Distanz von drei Kilometern wird der Roboter die Altstadt “durchqueren”, unterstützt durch Studentinnen und Studenten des Studiengangs Digital Engineer Robotik & Big Data. Geplant sind etwa 30 Minuten für den Lauf, sofern alles planmäßig verläuft.
“Wir möchten mit dieser Teilnahme das Potenzial und die Grenzen der humanoide Robotik heute demonstrieren”, erklärt Lukas Müller, Leiter des Studiengangs, auf Anfrage. Die Teilnahme am Stadtlauf wurde demnach vom Luzerner Digitalrat in Absprache mit dessen Organisationskomitee angeregt.
Das Video, das zentralplus präsentiert, zeigt die geplante Aktion des Roboters am nächsten Samstag. Im vergangenen Jahr machte der G1 auf TikTok Furore, als er beim Weihnachtsmarkt für Staunen sorgte und über 80’000 Menschen begeisterte.
Müller vergleicht den Roboter mit den Anfängen des Automobils in Bezug auf die Faszination. Trotz Fortschritten in der Forschung ist der G1 ausreichend für praktische Lernprozesse. Eine Hauptherausforderung bleibt laut Müller jedoch die thermische Belastung der Motoren, die während des Laufs überhitzen könnten.
Die Studierenden sind bereit, bei technischen Problemen oder Stürzen einzugreifen und haben Unterstützungsmaterialien wie Ersatzbatterien parat. Der Roboter startet in der Kategorie “City Runners” und wird aufgrund des geringen Risikos für andere Läufer eher hinten starten, um 18:25 Uhr an der Bahnhofstrasse.
Die Technologie hinter dem G1 umfasst Aktoren, Sensoren und leistungsfähige Rechner, die zusammen eine koordinierte Steuerung ermöglichen. Die Kosten für einen solchen Roboter bewegen sich im fünfstelligen Bereich, was ihn oft erschwinglicher macht als traditionelle Industrieroboter.