Ein guter Aprilscherz soll Heiterkeit verbreiten, nicht jedoch Angst oder Verwirrung erzeugen. Hier sind drei gelungene Scherze und drei weniger erfolgreiche Beispiele. Die BBC veröffentlichte 1957 eine fiktive Dokumentation über die Spaghettisernte im Tessin. Ein Sprecher behauptete, die Ernte sei aufgrund des milden Winters und dem Aussterben des sogenannten „Spaghetti-Käfers“ besonders ertragreich gewesen. Die Zuschauer sahen Bilder von Nudeln an Bäumen hängen, die nach der Ernte in der Sonne getrocknet wurden. In England waren damals Spaghettis noch relativ unbekannt, was zu zahlreichen Anrufen bei der BBC führte, die nach Informationen zur Anpflanzung solcher Bäume fragten. Ein Restaurant brachte einen Burger mit um 180 Grad gedrehten Zutaten auf den Markt, speziell für Linkshänder. Dieser „innovative“ Burger wurde von Tausenden bestellt, während andere explizit die Originalversion für Rechtshänder wünschten. Terry Jones, Dokumentarfilmer und ehemaliges Monty-Python-Mitglied, verkündete in der Antarktis, dass eine neu entdeckte Pinguinkolonie flugfähig sei. Die Vögel hoben tatsächlich ab, was auf einer komplexen Produktion beruhte – ein weiterer gelungener Scherz der BBC. Ein Bostoner Sender meldete in den Nachrichten einen Vulkan-Ausbruch am Great Blue Hill nahe Boston. Obwohl der Scherz später im Beitrag aufgeklärt wurde, löste er Panik aus; Menschen versuchten sich zu retten und riefen Notdienste an. In Florida warnten zwei Radiomoderatoren die Bevölkerung vor Dihydrogenmonoxid in den Wasserhähnen – eine unübliche chemische Bezeichnung für Wasser. Dies führte zu zahlreichen besorgten Anrufen beim örtlichen Wasserwerk und einer Intervention des Umweltministeriums, was zur Suspendierung der Moderatoren führte. Ein Seattle TV-Sender berichtete in einer Comedy-Show von einem Einsturz der „Space Needle“, einem 184 Meter hohen Aussichtsturm. Trotz einer subtilen Hinwendung auf den Scherz innerhalb des Beitrags, gerieten viele Menschen in Panik und überforderten das Notrufsystem.