Ein von George W. Bush berufener republikanischer Richter namens Leon hat die Pläne des Präsidenten zur Errichtung eines Ballsaals am Weissen Haus vorläufig gestoppt. In seiner Begründung erklärte Richter Leon, dass der National Trust wahrscheinlich in seinem Rechtsstreit erfolgreich sein würde, da kein Gesetz dem Präsidenten die von ihm beanspruchten Befugnisse gewährt.
Richter Leon betonte, dass der US-Präsident zwar Verwalter des Weissen Hauses sei, jedoch nicht dessen Eigentümer. Dies unterstreiche seine Rolle als Treuhänder für künftige Präsidentenfamilien.
Der National Trust for Historic Preservation hatte eine Klage eingereicht mit der Forderung, dass das Ballsaalprojekt bis zur Durchführung unabhängiger Überprüfungen und der Zustimmung des Kongresses ausgesetzt wird. Im Sommer hatte das Weisse Haus den Bau eines neuen Ballsaals angekündigt. Bis Ende Oktober war bereits der Ostflügel abgerissen worden, um Platz für einen Saal zu schaffen, der laut Trump 999 Personen aufnehmen soll.
Die Finanzierung des geplanten 8400 Quadratmeter großen Ballsaals sollte durch private Spenden erfolgen, darunter auch von Präsident Trump selbst. Allerdings wurde das Projekt vor dem Einholen der Stellungnahmen zweier bundesstaatlicher Gremien, der National Capital Planning Commission und der Commission of Fine Arts, vorangetrieben.
In Reaktion auf die gerichtliche Entscheidung äußerte sich Präsident Trump in einer langen Tirade auf seiner Online-Plattform Truth Social. Er kritisierte dabei den National Trust scharf.