Jährlich sucht Heidi Klum nach einem neuen Gesicht für die Modewelt. Auch in der Staffel von 2026 war sie auf der Suche, wobei die Sendung auf ProSieben zu sehen war. Unter den Teilnehmerinnen befand sich Bianca Sissing aus Luzern, die bereits Erfahrungen als Model gesammelt hatte; sie wurde 2003 zur Miss Schweiz ernannt und führt seit 2020 ein Yoga-Studio in ihrer Heimatstadt. Trotz dieser Voraussetzungen musste sie diese Woche die Show verlassen.
Im Mittwochabend-Finale der aktuellen Folge erhielt Sissing kein Foto von Klum, was auf eine angespannte Woche zurückging. Sie wurde nicht zum Casting eingeladen und hatte Schwierigkeiten beim Sedcard-Shooting. Heidi Klum bemerkte, dass sie “zu verkopft” wirke und sich normal präsentiere. Eine Fotografin kritisierte ihr Aussehen als “altmodisch”.
Andere Teilnehmerinnen gingen direkt weiter, während Sissing mit drei anderen das Schicksal des “Wackeln” teilen musste. Die italienische Fotografin Teresa Ciocia beschrieb sie zwar als “sehr schöne Frau”, bemängelte jedoch ihre Einstellung und den Mangel an Wettbewerbswillen.
Nach Klums Worten: «So leid es mir tut, aber das Abenteuer ‹Germany’s Next Topmodel› ist leider vorbei für … für dich, Bianca.» Sissing konnte ihre Tränen nicht zurückhalten, fand jedoch bald zu sich und betonte ihren Stolz auf ihre Anstrengungen: «Ist okay, ich mache meinen Weg weiter und kann damit leben.”
Viele Fans sind von ihrem Ausscheiden überrascht, da sie anfangs oft gelobt wurde. In den letzten Wochen war Sissing kaum noch zu sehen. Auf Instagram äußerte sie: «Von Anfang an schien es, als würde alles, was ich tat, als nicht gut angesehen.» Sie hatte sich besonders auf das Sedcard-Shooting und die Job-Castings gefreut. Kritik an ihrer Leistung konnte sie nur schwer nachvollziehen; während ihr “altmodische” Posen vorgeworfen wurden, lobte man andere Teilnehmerinnen für ähnliche Auftritte. Sie bemühte sich um Abwechslung und den Umgang mit Kritik, hatte jedoch das Gefühl, dass ihre Leistung negativ bewertet wurde: «Es fällt mir schwer, diese Entscheidung zu verstehen. Meine Leistung war immer auf den Punkt und oft eine der besten.”
Trotz dieser Enttäuschung zieht Sissing ein positives Fazit: Ihre Modelkarriere beginne erst richtig. Sie habe viel über sich selbst gelernt: «Eine einmalige Erfahrung, auf die ich so dankbar und stolz bin.»