Italien verpasst zum dritten Mal hintereinander die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Im entscheidenden Playoff-Match in Bosnien-Herzegowina scheiterten die Azzurri im Penaltyschießen, als sie nur einen ihrer drei Versuche verwandelten. Bosnien hingegen nutzte alle vier Chancen erfolgreich und feierte die erste WM-Qualifikation seit 2014. Das italienische Team musste eine weitere Enttäuschung hinnehmen.
Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es unverändert bei 1:1. Die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Elfmeterschießen erfüllten sich nicht, da Pio Esposito seinen Versuch verfehlte und Bryan Cristante den Ball an die Latte schoss. Trotz einer starken Parade von Gianluigi Donnarumma gelang es Esmir Bajraktarevic, das entscheidende Tor zu erzielen.
Im ersten Durchgang ging Italien nach einem Fehler von Bosniens Torhüter Nikola Vasilj und dem Treffer von Moise Kean in Führung. Eine Schlüsselszene ereignete sich vier Minuten vor der Halbzeit, als Alessandro Bastoni vom Platz gestellt wurde. Mit einem Mann mehr suchte Bosnien den Ausgleich, unterstützt von 9500 Fans im Zenica Stadion. Haris Tabakovic erzielte in der 79. Minute schließlich den verdienten Ausgleich.
Italien wird vorgeworfen, seine Offensive nach der Pause fast vollständig eingestellt zu haben. Einzig Moise Kean versuchte sich noch einmal an einem Angriff, verfehlte jedoch das Tor. Die Abwehr hielt lange stand, doch durch Tabakovic und das Elfmeterschießen endete Italiens WM-Hoffnung.
Trainer Gennaro Gattuso konnte trotz seiner Übernahme im Juni 2025 als Trainer des Europameisters von 2021 das Ziel nicht erreichen. Bosnien-Herzegowina hingegen qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, wo sie in Gruppe B auf Kanada, Katar und die Schweiz treffen.