Die Rettungsaktion für den rund zwölf Meter langen Buckelwal, der sich aktuell in einer Bucht vor der Insel Poel befindet, scheint auf einem guten Weg zu sein. Die Verantwortlichen der privaten Rettungsinitiative berichteten am Sonntag, dass die Möglichkeit besteht, dass der Wal aus eigener Kraft wieder ins Meer gelangt. Sollte dies geschehen, ist «Plan B» angesetzt: DLRG-Boote sind bereit, um den Wal zu geleiten und ihn in Richtung Nordsee sowie schließlich über den Atlantik zu führen. Rechtsanwältin Constanze von der Meden von der Rettungsinitiative erklärte dazu: «Das bedeutet, die DLRG-Boote sind auf Stand-by, um ihn im Falle eines Losschwimmens geleiten zu können und sicherzustellen, dass wir ihn bis in den Atlantik führen.» Ein Mitfinanzier der Aktion, Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, äußerte sich jedoch skeptischer, da der Wal die völlige Freiheit spürte, was die Frage aufwirft, ob er sich noch leiten lässt. Ursprünglich war geplant, den Wal unter eine Plane zwischen Pontons zu befördern und so aus dem flachen Wassergebiet herauszubringen. Diese Pontons sollten von einem Schlepper mittels einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane für den Transport des Tieres in die Nordsee und anschließend in den Atlantik war bereits im Einsatz. Zwischen dem Hafen Kirchdorf und dem vor Poel gestrandeten Wal patrouillierten DLRG-Boote, um das Einsatzpersonal zu sichern. Seit März Anfang tauchte der Buckelwal mehrfach an der Ostseeküste auf. Nach Aufenthalten im Hafen von Wismar sowie in der Lübecker Bucht und nahe Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg) hatte er sich mehrfach in Netzen verfangen, aus denen ihn Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd befreiten. Mehrmals kam das Tier zum Liegen.