Im Zuge der aktuellen Kriegssituation hat Bundesrat Martin Pfister die Bedeutung von Sicherheit für Wohlstand, Freiheit und Demokratie hervorgehoben und einen Schulterschluss im Bereich der Landesverteidigung angemahnt. Der seit einem Jahr amtierende Mitte-Bundesrat äusserte sich während eines Parteitreffens in Zug über die politische Dynamik, die er für Bern als beeindruckend empfindet.
Während seiner letzten Dienstreisen nach Finnland und Polen konnte Pfister feststellen, wie diese Länder ihre militärische Einsatzbereitschaft verbessern. Besonders Finnland dient dabei als Vorbild für die Schweiz. Er betonte die Notwendigkeit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen anstatt zu polarisieren.
Neben dem Ukraine-Krieg sieht Pfister auch wirtschaftliche Verwerfungen und technologischen Fortschritt als Einflüsse auf die Sicherheit der Schweiz. Als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sprach er sich deutlich dafür aus, den Ernst der Lage anzuerkennen und den enormen Nachholbedarf zu adressieren.
Um die finanziellen Mittel für die notwendigen Investitionen in die Verteidigung sicherzustellen, schlägt Pfister eine zeitlich befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozent über zehn Jahre vor.