Julian Baumann berichtet, dass die Zuger Gemeinde Cham im nationalen Vergleich der velofreundlichsten Orte der Schweiz den Spitzenplatz belegt. Im Gegensatz dazu gibt es in anderen Teilen der Zentralschweiz noch erheblichen Verbesserungsbedarf.
Laut Pro Velo liegt Burgdorf an der Spitze aller Kategorien, während Cham mit einer Bewertung von 4,3 nur knapp dahinter rangiert und somit gleichauf ist mit Winterthur und Köniz. Auch Horw hat sich mit einem Ergebnis von 4,2 gut geschlagen.
Im Vergleich schneiden die Städte Luzern und Zug eher durchschnittlich ab. Luzern erreicht eine Bewertung von 3,8 und belegt damit Platz zehn unter den mittleren Städten. Ebikon teilt sich diesen Rang mit einer identischen Note. Zug erzielt einen Wert von 3,9 und landet auf dem siebten Platz in der Mittelkategorie.
Die Studie von Pro Velo im Herbst 2025 beurteilte die Velofreundlichkeit anhand von Antworten von fast 38’000 Teilnehmenden. Diese umfassende Erhebung wird alle vier Jahre durchgeführt, wobei 32 Fragen zur Verkehrssituation in den Städten gestellt wurden.
Die Gesamtbewertungen zeigen, dass nur ein Drittel aller untersuchten Städte eine ausreichende Note von über 4 erreicht. Der Durchschnittswert hat sich gegenüber der letzten Untersuchung vor vier Jahren leicht verbessert, doch Hasan Candan (SP), Nationalrat und Vizepräsident von Pro Velo, äußert seine Unzufriedenheit: «Die Entwicklung verläuft viel zu langsam.» Besonders in puncto Sicherheit mit einer Note von 3,6 zeigen sich Defizite.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung Pro Velo Schweiz; Rangliste.