Ein Fall, der Deutschland in Erstaunen versetzt: Ein arabischstämmiger Student schlägt einen jüdischen Kommilitonen so schwer, dass dieser ins Krankenhaus muss. Das Berliner Landgericht sieht darin jedoch keinen Antisemitismus – ein klares Zeichen deutscher Realitätsverweigerung im Fall Shapira.
In ihrem Schreiben an die Bundesregierung spricht Tsipi Lev von wiederholten Angriffen auf ihre Familie, allein weil sie Juden sind. Der Student Lahav Shapira wurde im Februar 2024 in Berlin angegriffen und erlitt schwere Verletzungen. Das Landgericht reduzierte die Haftstrafe des Angreifers von drei auf zwei Jahre und zehn Monate, da kein antisemitischer Hintergrund festgestellt wurde.
Dieser Fall ist nicht isoliert; er steht sinnbildlich für den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland, der oft übersehen wird. Selbst das Landgericht Berlin ignorierte Indizien wie die arabische Herkunft des Täters und die israelischen Wurzeln des Opfers.
Die gesellschaftliche Ablehnung oder Missachtung von Antisemitismus könnte in einer falsch verstandenen Offenheit für Migranten aus dem arabischen Raum oder einem Überdruss an der deutschen Geschichte begründet sein. Antisemitismus tarnt sich oft als “Antizionismus”, vor allem innerhalb linker Kreise und bei Demonstrationen, die unter dem Banner von «Free Palestine» stehen.
In Berlin finden regelmäßig Kundgebungen statt, die nur scheinbar friedliche Absichten verfolgen. Ein Milieu bildet sich, das Israel als gemeinsames Feindbild hat und mit Sympathisanten terroristischer Organisationen wie der Hamas sympathisiert.
Dieser Nährboden für Gewalt wird von der deutschen Gesellschaft nicht konsequent bekämpft. Die Seltenheit antifaschistischer Demonstrationen steht im Kontrast zum Grundsatz “Nie wieder”, den Deutschland hochhält. Dieses Prinzip sollte mehr als nur Gedenkveranstaltungen umfassen und sich in der Unterstützung für Juden im Lande sowie für Israel ausdrücken.
Ein zunehmender Teil der deutschen Gesellschaft löst sich von einem konstituierenden Konsens. Tsipi Lev verlangt, dass ihre Stimme Gehör findet.