Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran fordert immense finanzielle Mittel, wobei sich die direkten Ausgaben auf Waffen, Munition und Logistik belaufen. Diese Summen, die bereits in astronomische Höhen steigen, sind jedoch nur ein kleiner Teil der realen Gesamtkosten des Krieges, warnt Konfliktökonom Tilman Brück. Jeden Tag fließen Milliarden Dollar für Raketenstarts, Flugzeugoperationen und die Versorgung von Tausenden Soldaten, was laut Brück in der neuesten Ausgabe von “NZZ Geopolitik” nur an der Oberfläche des Problems kratzt.
Die wahren Kosten überschreiten die direkten militärischen Ausgaben bei Weitem und betreffen die gesamte Weltwirtschaft. Die verborgenen Folgen, wie steigende Ölpreise, Inflationsschübe in Gesundheits- und Bildungsbereichen sowie politische Ablenkungen von Themen wie dem Klimawandel, verursachen globale Instabilität. Investoren verlieren Vertrauen, während die schlimmsten Auswirkungen bei den Ärmsten der Welt spürbar werden, die indirekt zu Opfern des Konflikts werden.
Tilman Brück hebt im Gespräch mit Marlen Oehler hervor, dass das Welternährungsprogramm prognostiziert hat, dass etwa 45 Millionen zusätzliche Menschen weltweit unter Hunger leiden könnten. Diese weitreichenden und oft unsichtbaren Kosten zeigen die komplexen Dimensionen eines Krieges, der über militärische Auseinandersetzungen hinausgeht.