Martin Neukom, der Baudirektor des Kantons Zürich und Mitglied der Grünen, wollte sich in diesem Präsidialjahr porträtieren lassen. Wie es bei den zürcherischen Regierungsratsmitgliedern üblich ist, wurde er dafür von dem Künstler Hans Witschi ausgewählt, welcher bekannt für seine starke Interpretation von Persönlichkeiten ist. Allerdings kam keines der drei von ihm gemalten Porträts bei Neukom an. Dies berichtete zuerst die Zeitung «Blick».
Der vom Kanton Zürich mit 20’000 Franken budgetierte Auftrag stellte sich als herausfordernd heraus, da der Regierungsrat sich in keinem der Bilder wiederfand und das erste wie auch das zweite Werk ablehnte. Einigten sich die Parteien auf einen dritten Anlauf per E-Mail, jedoch enttäuschte auch dieser Versuch Neukom. Er empfand sich im Bild als «entstellt», was der Künstler Hans Witschi, der selbst im Rollstuhl sitzt, verletzend fand.
Trotz des Misserfolgs wird dem Künstler eine Entschädigung gewährt, da seine Arbeit für die Ahnengalerie nicht verwendet wird. Dies bestätigte gegenüber «Blick» die Fachstelle für Kultur. Die genaue Höhe der Entschädigung steht jedoch noch zur Klärung an.
Das Präsidialjahr Neukoms endet am 30. April ohne Porträt, und unklar bleibt, ob oder wann ein neues Porträt entstehen wird.