Bisher als Insel der Sicherheit in einer volatilen Region angesehen, steht Dubai nach dem Angriff iranischer Drohnen auf das Luxushotel Burj al-Arab vor großen Herausforderungen. Das Image Dubais als sicherer Hafen wird ins Wanken gebracht, was weitreichende Folgen für seine Geschäftsstrategie hat.
Die Golfregion ist in Aufruhr nachdem am 1. März eine iranische Drohne das ikonische Hotel traf. Reiche Expats und Millionäre verlassen eilends die Stadt, da sie primär durch niedrige Steuerbelastungen angezogen wurden. “Bei Sicherheitsbedenken ziehen sie sich schnell zurück”, kommentiert Wirtschaftsredakteur Moritz Kaufmann.
Diese Unsicherheit beeinträchtigt zentrale Säulen der Dubaischen Wirtschaft: den Tourismus und die Luftfahrtindustrie. Der Flughafen, einst Treibstoff des Wachstums, bleibt weitgehend still. Gleichzeitig verzeichnet der Immobilienmarkt einen Einbruch, da ausländische Investoren ihre Anlagen zu niedrigen Preisen abstoßen.
Moritz Kaufmann ist in einer neuen Folge von «NZZ Akzent» überzeugt, dass die Herrscherfamilie alles daransetzen wird, den vorkriegsähnlichen Zustand schnell wiederherzustellen. Trotz der Herausforderungen blickt er optimistisch nach vorne: “Die Herrscherfamilie hat Erfahrung mit solchen Aufgaben, da das System Dubai erst seit etwa dreißig Jahren besteht.”