Blühende Obstbäume sind besonders anfällig gegenüber Frost. Bereits wenige Grad unter null können die empfindlichen Blüten schädigen und die Ernte gefährden. Um diese Gefahr abzuwenden, setzen viele Obstbetriebe auf eine Methode der Beregnung.
Physikalisch erklärt sich dieser Schutz durch die Freisetzung von Wärme beim Gefrieren des Wassers, bekannt als Gefrierwärme. Diese hält die Temperatur an den Blüten konstant bei etwa null Grad und bewirkt das Entstehen einer Eisschicht um die Blüten.
Die Beregnung startet bereits bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, wobei feine Sprinkler kontinuierlich Wasser auf die Blüten und jungen Triebe verteilen. Sinkt die Temperatur weiter, friert das Wasser allmählich und gibt dabei ständig Wärme ab. Eine Unterbrechung der Beregnung darf nicht erfolgen, da sonst die Eisbildung schnell auskühlt und die Blüten erfrieren könnten.
Unter idealen Bedingungen kann die Beregnung Pflanzen bis zu minus 9 Grad Celsius schützen. Dazu benötigt es geringe Windstärken sowie hohe Luftfeuchtigkeit, da ansonsten durch Verdunstung zu viel Wärme entzogen wird.
Meteo Abendsendung, 27.3.26, 19:55